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zurück zur Übersicht 23.06.2015

Phillipp Freitag: Kollision auf dem Nürburgring

Spannende Aufholjagd nach Stutz

Philipp wurde beim Rennen auf dem Nürburgring nach dem Start in der ersten Kurve gerammt und musste danach dem Feld hinterhereilen. Er schaffte es, bis auf Position vier in seiner Wertungsklasse vorzufahren. In der Meisterschaft belegt er aktuell den dritten Rang.

An den Nürburgring waren 14 Moto3-Starter aus fünf Nationen angereist, zehn Piloten in der Standard-Klasse und vier in der GP-Klasse. Gefahren wurde auf der 3,6 km langen Kurzanbindung. Bei seinem dortigen Debüt verpasste Philipp nach dem Qualifying knapp die zweite Startreihe: Im ersten Qualifying konnte er das knappe Zeitfenster vor dem einsetzenden Regen nicht richtig nutzen. Im zweiten Qualifying erhielt er offenbar von einem Curbs-Stein einen heftigen Schlag gegen das rechte Knie und verlor dabei sein Schleifpad, danach brachte ihn eine Rotphase wegen des Sturzes des Tschechen Martin Gbelec aus dem Rhythmus. Am Ende lag er mit der fünftschnellsten Zeit in der Standard-Klasse auf Startposition sieben.

Am Rennsonntag gab es bei strahlend blauem Himmel einen respektablen Zuschauerandrang, und beim Pitwalk verteilte Philipp zahlreiche Autogrammkarten. Der Rennstart gelang Philipp sehr gut, er konnte auf der Geraden Plätze gut machen, dabei zunächst den Meisterschaftsführenden hinter sich lassen und sich an den in der Tabelle knapp vor ihm liegenden Matthias Meggle dranhängen, bis er kurz vor dem Einlenkpunkt einen heftigen Rammstoß von hinten rechts erhielt: Leon Czichos hatte offenbar den Bremspunkt verpasst und die Kontrolle über seine Honda verloren. Bei der Kollision ging er zu Boden. Philipp musste zunächst geradeaus fahren und dann eine Linksschleife in der Auslaufzone ziehen, um einen Sturz zu vermeiden. Er eilte danach dem Feld hinterher und schaffte es im Verlauf des 17 Runden langen Rennens, fünf Konkurrenten zu überholen, von denen lediglich der Däne Simon Jespersen (#43) versuchte, Widerstand zu leisten.

„Der Stoß war so heftig, dass ich dachte, das ganze Heck wäre zerstört.“ berichtete Freitag später. Tatsächlich stellte sich heraus, dass das Rahmenheck verbogen war, was für ein etwas ungewohntes Fahrgefühl gesorgt hatte. Teamchef Frank Koch (44) stellte aber rasch fest: „Die Schäden am Motorrad sind überschaubar und schnell zu beheben.“

Das nächste Rennen findet am 5. Juli auf dem Hungaroring in Ungarn statt. Co Team Leader Hannes Allwardt (24) meint dazu: „Logistisch wird das eine echte Herausforderung, weil nur eine Woche später das Rennen auf dem Sachsenring folgt.“

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