01.07.2013

    Lars Reuther übernimmt auf Pirellis ADAC MX Masters Tabellenführung

    Nach einer längeren Pause im ADAC MX Masters Kalender ging es beim MSC Eiserne Hand Aichwald in die dritte Runde der top besetzten Rennserie. Auch in Aichwald wurde der Erfolgskurs des Sarholz Teams aus den ersten beiden Meisterschaftsrunden beibehalten und fand mit der Meisterschaftsführung von Lars Reuther im Youngster Cup seinen Höhepunkt. Dennis Ullrich bildete im Starterfeld der Masters Klasse die Speerspitze des Teams und eroberte den zweiten Tabellenrang.
    Bei sommerlichen Temperaturen präsentierte sich der einmalige Kurs in Aichwald als wahre Hartbodenstrecke, und auch bei diesen Bedingungen knüpfte Lars Reuther an seine Performance aus der Vorrunde an. Seine mit Aspen Rennbenzin befeuerte Sarholz KTM schoss beim ersten Start des Tages förmlich aus dem Startgatter und ebnete den Weg für einen Start Ziel Sieg des Pleidesheimer. Der Start in den zweiten Wertungslauf sollte ihm ebenfalls gelingen und Reuther sortierte sich unmittelbar auf der zweiten Position ein.
    Die frisch gewässerte Strecke zeigte sich deutlich rutschiger als zu Beginn des Tages und ohne ein weiteres Risiko einzugehen fuhr Reuther einen sicheren zweiten Rang ins Ziel, was ihm in der Tageswertung den Gesamtsieg einbrachte und ebenfalls die Meisterschaftsführung bescherte.
    Lars Reuther zeigte sich äußerst zufrieden mit dem Ergebnis: „ Es war ein super Wochenende für mich. Ich konnte durch eine Grippe in den letzten vier Wochen nicht wirklich trainieren und spürte am Wochenende nach wie vor kleine Nachwehen, umso erfreulicher ist es, dass es für den Tagessieg und das Red Plate gelangt hat. Die Strecke war ziemlich hart und wurde im zweiten Lauf frisch gewässert, was sie extrem rutschig und nicht gerade einfacher machte. Mein Ziel ist es nun in Tensfeld so gut es geht zu Punkten um dann auf den restlichen Hartboden Rennen wieder auf Angriff zu gehen.“
    Henry Jacobi, der auf die 125 Zweitaktmaschine setzt, zeigte bereits im Qualifikationstraining, dass der Zweitakter aus der Sarholz-Schmiede voll konkurrenzfähig ist. Jacobi beendete den ersten Lauf auf dem guten siebten Platz, nach dem er seine Kondition gegen Rennende vollends ausspielte und etliche Position gutmachen konnte. Den Start zum zweiten Lauf versäumte Jacobi und reihte sich nur außerhalb der Top zehn im Feld ein. Mit Rang 13 verpasste er am Ende nur knapp einen weiteren Platz in den Top zehn, konnte sich in der Tageswertung aber auf dem neunten Rang platzieren. Marco König blieb leider nach dem guten achten Platz aus der Qualifikation punktelos.
    An der Qualifikationshürde scheiterte Joshua Diehl, der aufgrund einer Erkrankung mit einem Trainingsrückstand zu kämpfen hat.
    Hinter den Leistungen der Youngster Cup Piloten des Teams brauchten sich die Masters Piloten keinesfalls verstecken. Allen voran zeigte Dennis Ullrich, dass die Entscheidung von Burkhard Sarholz ihn auf die KTM 450 SX-F umsteigen zu lassen genau zum richtigen Zeitpunkt kam. Ullrich brachte das Kunststück fertig, in beiden Wertungsläufen das Fahrerfeld mit einem Holeshot ins Rennen zu führen.
    Im ersten Wertungslauf verpasste Ullrich zu Beginn des Rennens den Moment das Tempo zu forcieren, um einen kleinen Abstand auf seine Verfolger herauszufahren. Im Rennverlauf schlossen die nachfolgenden Fahrer auf und Dennis Ullrich musste sich im Ziel mit Rang sechs begnügen.
    Nach weiteren drei Führungsrunden im zweiten Wertungslauf blieb Ullrich konzentriert und kämpfte unter anderem mit Honda World Pilot Max Nagl um die Plätze. Die Mühe wurde schließlich mit einem starken dritten Rang im Ziel belohnt. In der Tageswertung blieb leider nur der undankbare vierte Rang für Ullrich, der nichtsdestotrotz auf den zweiten Meisterschaftsrang vorrücken konnte.
    Die beiden Franzosen Sebstien Pourcel und Florent Richier hatten ein durchwachsenes Wochenende zu verbuchen. Pourcel blieb im ersten Lauf des Tages mit dem vierten Rang unter seinen Möglichkeiten, nach dem er mit harten Unterarmen vom zweiten Rang zurückgefallen war. Nach vielversprechender Fahrt im zweiten Lauf musste Pourcel nach einem Sturz vorzeitig das Rennen mit Prellungen und Schmerzen beenden. In der Meisterschaftswertung tauschte Pourcel mit Teamkollege Ullrich die Plätze und liegt weiterhin mit dem dritten Rang auf Kurs.
    Dass das Zweitaktkonzept im KTM Sarholz Team nicht abgeschrieben ist zeigte auch Florent Richier, der eine 250 weitaktmaschine einsetzte. Bereits im Zeittraining untermauerte der Franzose die Möglichkeiten der Zweitaktrakete mit einem vierten Rang in seiner Qualifikationsgruppe. In den Wertungsläufen musste er nach einem Sturz zu Beginn des Rennens mit abgebrochener Bremse vorzeitig enttäuscht die Segel streichen. Beim Start zum zweiten Rennen bereits in der Spitzengruppe platziert, wurde Richier auf Rang sieben abgewunken und betrieb Schadensbegrenzung aus der vorhergegangen Nullrunde.
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