05.07.2011

    Pirelli mit Pokal vom Salzburgring

    Die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft (IDM) unternahm am vergangenen Wochenende ihren ersten von zwei Ausflügen in das benachbarte Ausland. Die Hochge-schwindigkeitsstrecke des Salzburgrings in Österreich war auch das Ziel von Reifenhersteller Pirelli und seinen Fahrern. In der IDM Supersport holte Daniel Sutter einen dritten Platz im zweiten der beiden Wertungsläufe. Insgesamt 19 der 30 Punkteränge gingen in den zwei Rennen an Pirelli-Piloten. In der IDM Superbike fuhren Damian Cudlin und Dario Giuseppetti jeweils zwei Mal unter die besten Zehn. Marc Wildisen holte die volle Punktzahl in der Pirelli-Privatfahrer-Wertung.
    Auf dem Salzburgring steht traditionell die Motorleistung der IDM-Bikes im Fokus des Interesses. Die Herausforderung für die Pirelli-Reifentechniker war an diesem IDM-Wochenende der Kampf mit den ständig wechselnden Wetter-Bedingungen. «Von trockenem Asphalt», erklärt Pirelli-Racing-Manager Björn Lohmann, «über eine leicht feuchte Strecke bis hin zu strömendem Regen war auf dem Salzburgring alles geboten. Und das bei stark schwankenden Temperaturen.»
    IDM Supersport: Daniel Sutter holt Platz 3, tolles Regenrennen von Marco Colandrea
    Ganz schnell vergessen will Pirelli-Fahrer Stefan Kerschbaumer das IDM-Wochenende in seiner Heimat Österreich. Der Yamaha-Pilot sah in beiden Rennen das Ziel nicht. Als Regenspezialist erwies sich im ersten Lauf am Samstagnachmittag Marco Colandrea. Der Schweizer brauste unbeschwert auf den vierten Platz und erhielt dafür die volle Punktzahl in der Pirelli-Privatfahrer-Wertung. Mit seinem 10. Platz im zweiten Rennen ging es für Colandrea in der Pirelli-Privatfahrer-Wertung um vier Ränge auf den 6. Platz nach vorne.
    Neu im Kreis der Pirelli-Piloten ist der ehemalige Grand-Prix-Pilot Lukas Pesek aus Tschechien, der im Team Suzuki Mayer das Motorrad von Didier van Keymeulen übernommen hat. Im Training landete er als bester Pirelli-Pilot auf der zweiten Startposition. Im Regenrennen hatte er Pech beim Start und wurde am Ende Zwölfter. «Ich stand beim Start», verrät Pesek; «auf einer der sehr zahlreichen Markierungen auf der Start-Ziel-Geraden. Bei den nassen Bedingungen drehte auf der rutschigen Markierung mein Hinterrad durch. Da nützt auch der beste Reifen nichts mehr.» Im zweiten Rennen am Sonntag zeigte Kawasaki-Pilot Daniel Sutter eine Glanzleistung und sicherte sich mit Rang 3 wieder einen Platz auf dem Podest. «Von Startplatz 12 aufs Podium», schilderte der Schweizer, «das passt schon.
    IDM Superbike: Damian Cudlin und Dario Giuseppetti unter den Top Ten
    Einen Pokal durften die Pirelli-Piloten Damian Cudlin (BMW) und Dario Giuseppetti (Ducati) vom Salzburgring nicht mit nach Hause nehmen. Wichtige Punkte für die Meisterschaft gab es dennoch. Giuseppetti holte sich die Plätze 7 und 6. «Das Wetter war in Salzburg die wahre Herausforderung», meint der Berliner. «Da meine Knie von meinem Rennsturz in Oschersleben immer noch mitgenommen sind, fiel es mir etwas schwer, den Anschluss zu halten. Meine Reifen haben über die komplette Distanz den Grip gehalten. Die Distanz wurde aus Sicherheitsgründen verkürzt und das zweite Rennen wurde wegen Regens abgebrochen. Das kam uns Pirelli-Piloten natürlich nicht entgegen, da wir bei längeren Distanzen mit den Pirelli-Reifen auch am Ende noch die gute Performance halten können.» Damian Cudlin sicherte sich die Plätze 4 und 7 und ärgerte sich vor allem nach Lauf 2. «Ich war nach dem Start Dritter», schildert er. «Dann hat ein Konkurrent vor der Schikane ein zu optimistisches Bremsmanöver hingelegt und mich extrem behindert. Dadurch fiel ich zurück. Das war ärgerlich.»
    Der Schweizer Marc Wildisen war zum zweiten Mal nach seiner Verletzungspause bei der IDM dabei und zum zweiten Mal zeigte er mit den Plätzen 13 und 11 wieder eine Top-Leistung. In der Pirelli-Privatfahrer-Wertung gab es dafür 50 Punkte. «Ganz zufrieden bin ich trotzdem nicht», meinte er. «Im zweiten Rennen hätte ich schneller fahren können. Aber die Gruppe, in der ich fest hing, war sich nicht einig und ich war mittendrin eingeklemmt. Als ich an Ex-Weltmeister Karl Muggeridge vorbei war, ging es vorwärts. Dann kam leider der Abbruch.»
    Einen Wechsel gab es an der Spitze der Pirelli-Privatfahrer-Wertung. Da der Schwede Nicklas Cayback in Österreich fehlte, Stefan Schrammel aber zwei Mal 20 Punkte holte, ist der Österreicher nun neuer Führender der Wertung.
    Das nächste Rennen: 5. bis 7. August auf dem Schleizer Dreieck.
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