24.05.2011

    Pirelli-IDM-Piloten zu Gast in der Eifel

    Die Piloten der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) trafen sich am vergangenen Wochenende in der aktuellen Saison bereits zum dritten Mal. Die in der Eifel gelegene Traditionsstrecke des Nürburgrings war diesmal das Ziel der Zweiradartisten. Die Pirelli-Piloten glänzten erneut mit zwei Podestplätzen und 18 weiteren Punkterängen. Ein großer Reifenverschleiß ist auf dem Nürburgring-Asphalt eher nicht angesagt, aber die Grip-Verhältnisse waren schwierig. «Es hatte am Donnerstag- und Freitagabend kräftig geregnet», schilderte Pirelli-Supersport-Pilot Stefan Kerschbaumer die Lage. «Und nach Regen ist das Grip-Level eben einfach schlechter. Je mehr dann auf der Strecke gefahren wird, desto besser wird es wieder.»

    «Auch wenn der Asphalt von aussen trocken aussieht», erläutert Pirelli-Racingmanager Björn Lohmann, «heißt es noch lange nicht, dass der Asphalt auch trocken ist. Auch die erhöhte Luftfeuchtigkeit spielt eine Rolle. Bei der Suche nach dem passenden Rennreifen mussten wir uns beim Nürburgring-Wochenende nur darauf konzentrieren, welcher Reifen über die Distanz am schnellsten ist.»

    IDM Supersport: Erste Startreihe durch Moser und zwei Podestplätze von Sutter
    Pirelli-Pilot Marc Moser hatte sich mit der zweitschnellsten Trainingszeit einen Platz in Startreihe 1 erkämpft. «Ich hatte beim Superstock-EM-Rennen vor einem Jahr schon die Pole-Position», erinnert sich der Yamaha-Pilot. «Das wirkt wohl noch nach.» Im ersten Rennen hatte Moser, ebenso wie sein Pirelli-Kollege Kerschbaumer, Pech. Beide waren nach einem guten Start auf Podiumskurs als sie unverschuldet in einen Sturz verwickelt wurden. Der Österreicher Günther Knobloch war Richtung Mercedes-Arena zu ungestüm am Werk, touchierte dabei das Heck von Mosers Yamaha und beide Piloten stürzten. Kerschbaumer konnte nicht ausweichen und musste ebenfalls zu Boden. «Ich hatte mich für die weichere Variante des Diablo Supercorsa entschieden», erklärte Moser. «Das hätte ein Podestplatz werden können.» Im zweiten Rennen holte Kerschbaumer den fünften und Moser den elften Platz.
    Der Schweizer Kawasaki-Pilot Daniel Sutter holte sich im ersten Rennen den zweiten und im zweiten Rennen den dritten Rang und ist damit weiterhin auf Platz 2 der Gesamtwertung und auf Platz 1 der Pirelli-Privatfahrerwertung unterwegs. «Ich konnte meine Zeiten bis zum Ende der Renndistanz konstant fahren», freute sich Sutter. «Auch wir hatten uns für die weichere Reifenmischung entschieden», erklärte Sutters Teamkollege Roman Raschle.

    IDM Superbike: 21 Punkte für Cudlin und hartes Wochenende für Giuseppetti
    Der Berliner Dario Giuseppetti konnte auf dem Nürburgring mit seiner Ducati keine Bäume ausreissen und blieb punktelos. Zwei Wochen zuvor war er in der Motorsportarena Oschersleben schwer gestürzt und war daher noch nicht wieder fit. «Mir fehlt es an Beweglichkeit», meinte er. «Auch mit den Knien habe ich noch starke Probleme. Aber ich bin froh, dass ich überhaupt fahren konnte.»
    Damian Cudlin landete im ersten Rennen der IDM Superbike auf dem fünften Platz. Nicht so ganz nach dem Geschmack des Australiers. «Ich würde gerne bessere Nachrichten verbreiten», gab er nach dem Rennen zu. «Ich habe mich auf Grund der Distanz für eine etwas härtere Mischung des Pirelli-Reifen entschieden. Aber für den zweiten Lauf werde ich wohl auch die weichere Variante wählen.» Kurz vor dem zweiten Rennen ging ein kräftiger Regenschauer über der Strecke nieder. Nach einer Pause trocknete die Strecke immer mehr auf und alle Piloten gingen auf Slicks ins Rennen. «Nach dem Start kam ich durch einen vor mir stürzenden Fahrer fast zum Stillstand», erklärte Cudlin, der als Sechster im Ziel ankam. «Danach war die Aufholjagd schwierig, da nur die Ideallinie trocken war.»
    Der Schwede Nicklas Cajback fiel in beiden Rennen aus, kann aber durch seine Top-Leistungen in den voran gegangenen Rennen seinen ersten Platz in der Pirelli-Privatfahrer-Wertung verteidigen. Neu dabei in der Pirelli-Privatfahrer-Wertung ist der Australier Troy Herfoss. Mit der Maximalzahl von 50 Punkten stieg der Suzuki-Pilot gleich optimal ein. In den beiden Superbike-Rennen belegte er bei seinem Nürburgring-Ausflug die Plätze 14 und 13 und durfte sich über die Prämie von vier Satz kostenlosen Pirelli-Reifen freuen.
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